Feder Picken
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Hühner picken und ziehen sich die Federn raus
Wenn Hühner sich die Federn heraus picken, handelt es sich meist nicht um angelerntes Fehlverhalten oder eine Krankheit. Vielmehr geht man davon aus, dass auf eine unpassende Haltung und Stress zurückzuführen ist. Doch auch in kleinen und Freilandhaltungen tritt dieses Verhalten auf. Es kann daran liegen, dass es den Hühnern langweilig ist, sie an Nährstoffmangel leiden oder daran, dass die Tiere unter Stress leiden. Dabei spielt die Größe der Bestallung und des Freigeheges keine große Rolle. Um dem Auslöser für das Federpicken auf den Grund zu gehen, sollte Schritt für Schritt vorgegangen werden. Oft trifft es Tiere, die nicht zur Gruppe passen oder aber, und das ist in den meisten Fällen der Auslöser, es handelt sich um gesundheitlich angeschlagene Tiere. Auf jeden Fall sollte vom Hühnerhalter sofort reagiert werden weil es sonst zu ernsthaften und sogar tödlichen Verletzungen kommen.
Was kann man als Hühnerhalter gegen Federpicken tun?
Kommen die Tiere aus Langeweile auf die Idee, sich die Federn zu picken, kann man leicht Abhilfe schaffen. Man sollte den Hühnern Gelegenheiten bieten, sich zu beschäftigen. Zum Beispiel durch Sandbäder, genügend Einstreu zum Scharren und Picksteine. Hühner, die sich gut selbst beschäftigen können, neigen weniger zu Federpicken. Zusätzlich sollte das Futter umgestellt werden, um einem Nährstoffmangel entgegen zu wirken. Oder auch mal Gemüse oder Äpfel auf den Speiseplan bringen. Ein weiterer Auslöser für Federpicken ist Unwohlsein und Stress. In dem Fall sollte sofort gehandelt werden. Es gilt, die Stressursache zu finden. Hühner bepicken sich schon mal, allein aus gegenseitigem Interesse. Das löst aber noch lange keinen derart großen Stress aus, um Artgenossen so zu verletzen, dass tiefe Wunden entstehen. Viel wichtiger ist es, die Ställe und Nester gründlich zu untersuchen. Parasiten könnten die Ursache sein. Gegen Hühnerflöhe (davon sind nur ca. 10 % der Hühnerhaltungen betroffen) hilft regelmäßiges Ausmisten.
Komplizierter wird es mit der Roten Vogelmilbe. 80 % aller Geflügelhalter müssen sich über kurz oder lang mit diesem Parasiten auseinander setzen. Da die Rote Vogelmilbe nachtaktiv ist, muss man sich tagsüber sehr anstrengen, sie zu finden. Sie versteckt sich in Nestern, unter Sitzstangen, in Ecken, Spalten und Löchern - quasi überall wo sie eine kleine Kolonie aufbauen kann. Wird nichts gegen die Rote Vogelmilbe unternommen, vermehrt sie sich exponentiell und man hat nach nur wenigen Wochen ein riesen Problem. Wenn das der Fall ist, hilft es nichts nur, den Stall auszumisten.
Was kann ich erfolgreich gegen die Rote Vogelmilbe tun?
Die Milben kriechen nachts aus ihren Verstecken und fallen über die Hühner her, um eine Blutmahlzeit zu nehmen. Milben vermehren sich exponentiell und wenn man sich jetzt vorstellt, dass Tausende! Milben über die Hühner herfallen und Blut trinken, kann man sich vorstellen, was das für einen Stress bei den Tieren auslöst. Zur Behandlung gegen die Rote Vogelmilbe empfehlen wir Home Shield® white powder. In der praktischen Zerstäuberflasche lässt sich das Pulver in jede Ritze sprühen. Übrigens muß man während der Behandlung die Tiere nicht ausstallen.
Die Milben reagieren auf Wärme und das CO2, das die Hühner ausatmen. Wird ausgestallt, bleibt die Milbe in ihren Verstecken und wartet, bis sich wieder was tut. Home Shield wirkt rein physikalisch und besteht aus synthetischen Silicaten. Werden alle Laufwege zu den Hühnern bepudert, hat die Milbe keinen andere Chance als darüber zu krabbeln. Dabei reißt sie sich ihren schützenden Panzer auf und vertrocknet. Und das in wenigen Stunden. Home Shield wirkt 12 x schneller als herkömmliche Kieselgur.